Antifaschistische Demonstration
31.März 2012 - 9.30 Uhr
Markt, Lübeck
Ein ungewöhnliches Konzert gibt es am 4. Mai um 19 Uhr im Kolosseum zu Lübeck: "Per la Vita" – Orient trifft Okzident, die Jüdin den Moslem, Tradition trifft Moderne, Folklore trifft Rap, die Familie Bejarano trifft Microphone Mafia – und alle arbeiten gleichberechtigt nebeneinander.
Ab 11.15 Uhr: Menschenblockaden an der Linienstraße/Ecke Färberstraße 1. Mai 2012: Neumünster nazifrei!
Für Solidarität und eine gerechte Gesellschaft:
Rassismus und Nationalismus blockieren!
Treffpunkt für die gemeinsame Anfahrt aus Lübeck: Hauptbahnhof, 7.45 Uhr.
Wir dokumentieren den Blockade-Aufruf des Kieler Jugendbündnis:
Am 1. Mai 2012 will die NPD in Neumünster aufmarschieren und Wahlkampf für ihre menschenverachtende Politik machen. Dies geschieht in einer Zeit, in der durch die rechte Terrorgruppe NSU offensichtlich geworden ist, dass Nazis auch heute ihre GegnerInnen und alle die nicht in ihr Weltbild passen, ermorden. Insgesamt sind seit 1990 in der Bundesrepublik mindestens 180 Menschen dem Naziterror zum Opfer gefallen.
Es war schon eine elendes, kleines Häuflein Nazis, was sich heute in Lübeck kurz versammelt hatte, um unter Pfeifen und höhnischen Kommentaren von mindestens 2500 GegendemonstrantInnen gerade einmal 250 Meter zu "marschieren". Lübeck hat eindrucksvoll gezeigt: hier ist kein Raum für NS-Verherrlichung. Und dies hatte offenbar direkte Auswirkung auf die Mobilisierungsfähigkeit der Nazis.
Wir haben zwei Premieren erlebt: unsere Demo-TeilnehmerInnen konnten von der Polizei unbehelligt und vollkommen legal in Sicht- und Hörweite der Nazis gelangen. Und es bedarf nicht des geringsten antifaschistischen Engagements, dass der Nazi-Lautsprecherwagen kaputt geht - das haben die Faschisten diesmal von ganz alleine geschafft...
Mit einem selbst für NS-Verherrlicher skurillem Realitätsverlust haben die Veranstalter des Nazi-Aufmarsches ihr Desaster als "erfolgreich" bezeichnet...! Auf diese Weise haben sie gestern ihre eigenen Leute in den April geschickt.
Sollte es aber tatsächlich ernst gemeint gewesen sein, eifern sie auch in der Bewertung ihrer Situation ihren historischen NS-Vorbildern nach: schließlich wurde auch 1945 noch vom Endsieg gefaselt, während die Rote Armee schon Berlin eroberte... dümmer geht's nimmer.
Entgegen dem ersten Anschein ist die Entscheidung des OVG Schleswig eine Niederlage für die Nazis. Faktisch ist ihr Aufmarsch auf eine stationäre Kundgebung im Steinrader Weg reduziert worden. Die als „Trauermarsch“ deklarierte NS-Propaganda-Veranstaltung wird nicht wie in den vergangenen Jahren stattfinden. Der wichtigste Naziaufmarsch in Schleswig-Holstein ist damit empfindlich geschwächt. Die Verunsicherung und Frustration in den Reihen der Neonazis wird zunehmen.
in weniger als 48 Stunden wollen die Nazis ihren alljährlichen Lübecker Aufmarsch beginnen.
Bis jetzt hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) noch nicht über das von der Stadt angestrebte Verbot des sog. „Trauermarsch“ entschieden.
Das bedeutet, es gibt mehrere Möglichkeiten, was am Sonnabend in Lübeck passiert: