Kundgebung und Gedenken

30. März 2013 - 11 Uhr

Hauptbahnhof, Lübeck

Pressemitteilung 29.3.2012

Unabhängig von OVG-Entscheidung: Demonstration von „Wir können sie stoppen“ gegen den Naziaufmarsch beginnt auf jeden Fall um 9.30 Uhr auf dem Markt. Ziel ist der Ziegelteller.

Die große Demonstration gegen den Naziaufmarsch wird am 31.3. um 9.30 Uhr auf dem Markt beginnen.

„Dieser Aufruf ist nicht abhängig von der Entscheidung des OVG Schleswig. Findet kein Naziaufmarsch statt, wird die Demo zu einem großen Friedensfest. Wird der rechte Marsch zugelassen, dann ist die Zivilcourage und das Engagement aller Lübeckerinnen und Lübecker gefordert, zu Tausenden auf die Straßen gehen und sich den Nazis in den Weg stellen.“, sagte Pastorin Imke Akkemann-Dorn, Sprecherin von „Wir können sie stoppen“.

Die Demonstration führt nach einer Zwischenkundgebung vor dem DGB-Haus zunächst zum Bahnhofsvorplatz. Dort soll wie in den vergangenen Jahren zunächst der Opfer des NS-Regimes gedacht werden. In diesem Jahr geht es besonders um die 605 PatientInnen der ehemaligen Lübecker „Heilanstalt Strecknitz“, die am 23.9.1941 im Rahmen des nationalsozialistischen Mordprogramms „Aktion T4“ deportiert und später überwiegend umgebracht worden sind.

Die Hauptkundgebung mit zahlreichen Rednerinnen und Rednern aus den im Bündnis vertretenen Organisationen findet ab 11.30 Uhr auf dem Ziegelteller statt.

„Wir bestehen auf unserer angemeldeten und bestätigten Route zum Ziegelteller und erwarten von der Polizei, dass sie in diesem Jahr - wie angekündigt - auf die großräumige Abriegelung eines ganzen Stadtteils verzichtet. Das gebieten die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner ebenso wie das Recht auf einen Protest in Hör- und Sichtweite zur möglichen Nazikundgebung. Alle Teilnehmenden der Kundgebung werden von uns laufend über die Situation und mögliche Blockaden informiert. Klar ist für alle Beteiligten an unserem Bündnis: Wir wollen den Naziaufmarsch verhindern, suchen aber nicht die Konfrontation mit der Polizei.“, erklärte Bündnissprecher Christoph Kleine.

Über mögliche kurzfristige Änderungen und neue Aktionsvorschläge informieren wir ständig über unsere Webseite www.wirkoennensiestoppen.de