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Pressemitteilung des Lübecker Bündnisses „Wir können sie stoppen"

Kein Nazi-Aufmarsch in Lübeck am 29.3.

Keine Nazi-„Mahnwache" am 8.3

Am 29.3. wollen Neonazis um den NPD-Funktionär Jörn Lemke in Lübeck aufmarschieren. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren soll dieser Aufmarsch aber nicht durch die Lübecker Innenstadt führen, sondern durch den Stadtteil St. Lorenz-Süd.

Sowohl Jörn Lemke als auch die Polizei haben offensichtlich die Hoffnung aufgegeben, einen störungsfreien Nazi-Aufmarsch in der Lübecker Innenstadt durchführen zu können und ziehen sich in einen leichter abzuriegelnden Stadtteil zurück. „Dieser Rückzug ist ein eindeutiger Erfolg unseres breit mobilisierten Widerstandes", kommentiert das Bündnis „Wir können sie stoppen", das sich aus den Kirchen, Gewerkschaften, Parteien sowie antifaschistischen und linken Gruppen zusammensetzt.

Klammheimlich wollen die Nazis dennoch die Innenstadt mit ihrer Propaganda behelligen: für kommenden Samstag haben sie eine sog. „Mahnwache" angesetzt, zu der innerhalb der rechten Szene landesweit intern mobilisiert wird. Dazu erklärt das antifaschistische Bündnis: „Trotz ihrer Heimlichtuerei sind wir sind bestens über die Pläne der Nazis informiert und haben bereits eine antifaschistische Kundgebung am Samstag um 8.30 Uhr auf dem Schrangen angemeldet. Offen angekündigt oder nicht, für neonazistische Propaganda ist in Lübeck kein Platz und das werden wir am Samstag demonstrieren."

Gleichfalls täuschten sich Nazis und Polizei, wenn sie glauben, St. Lorenz-Süd sei ein sicherer Hafen für braune Aufmärsche. „Wir glauben nicht, dass die AnwohnerInnen es sich einfach gefallen lassen, dass ein ganzer Stadtteil einen Tag lang vollkommen abgesperrt wird, damit die Nazis dort ihre zynischen und menschenverachtenden Parolen grölen können", so das Bündnis weiter und kündigt eine massive Kampagne zur Information der AnwohnerInnen der betroffenen Straßenzüge an.

Über eine Veröffentlichung würden wir uns freuen.