Dienstag, 24. Februar 2009 um 09:06 Uhr
Über uns
Das Bündnis Wir können sie stoppen bildete sich Ende 2005 wegen des für den 1. April 2006 geplanten Nazi-Aufmarsches in Lübeck. Im Bündnis arbeiten VertreterInnen von Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, SchülerInnen-Organisationen, antifaschistischen Initiativen und linken und linksradikalen Gruppen und Organisationen zusammen.
Während es leider in vielen Städten entweder ein Nebeneinander oder sogar ein Gegeneinander von sog. „bürgerlichen“ Nazi-GegnerInnen und der autonom geprägten antifaschistischen Bewegung gibt, sagen wir: Gemeinsam geht’s besser!
Bei allen weltanschaulichen Unterschieden, eint uns der Wille, den Nazis Paroli zu bieten. Wir stellen uns Nazi-Aufmärschen in den Weg, wir bekämpfen die menschenverachtende braune Propaganda, wir arbeiten an Strategien gegen die Ausbreitung rechtsextremen Gedankengutes.
Regelmäßig arbeiten bei uns mit (in alphabetischer Reihenfolge):
- Anarchist Federation
- Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK), Lübeck
- attac Regionalgruppe Lübeck
- Avanti – Projekt undogmatische Linke
- Basta – Linke Jugend
- Beirat für ökumenische Beziehungen des Ev.-luth. Kirchenkreises Lübeck
- Deutscher Gewerkschaftsbund
- Die Linke, KV Lübeck
- Evangelischer Kirchenkreis Lübeck
- Evangelisch - reformierte Gemeinde Lübeck
- Grüne Jugend Hansestadt Lübeck
- Lübecker Bündnis gegen Rassismus
- MdB Lutz Heilmann (Linksfraktion)
- Radikale Linke Lübeck
- Roter Stern Lübeck
- SPD, KV Lübeck
- Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (Lübeck/Lauenburg)
Am 1. April 2006 mobilisierte unser Bündnis ca. 4000 Menschen zu einer antifaschistischen Demonstration gegen den vom NPD-Kreisvorsitzenden Jörn Lemke angemeldeten sog. „Trauermarsch zum Gedenken an den alliierten Bombenterror“. Am Holstentor blockierte diese Demonstration die geplante Route der Nazis über Stunden. Angesichts der vielen entschlossenen Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Spektren sah sich die Polizei nicht in der Lage, die Blockade mit verhältnismäßigen Mitteln aufzulösen. Auf diesem Weg blieb den Nazis der Weg in die Lübecker Innenstadt versperrt
Die Polizei versuchte daraufhin, die Nazis über einen Umweg zum Lübecker Dom zu geleiten. Aufgrund schnell ins Domviertel eilender AntifaschistInnen gelang es den ca. 150 Nazis aber nur, am Mühlendamm eine Kundgebung abzuhalten. In die Innenstadt bzw. direkt vor eine der Lübecker Kirchen gelangten sie nicht.
Für den 31. März 2007 hatten die Nazis erneut einen „Trauermarsch“ durch die gesamte Lübecker Innenstadt angemeldet. Und erneut mobilisierte unser Bündnis zwischen 4000 und 5000 Menschen. Ca. 1700 Einsatzkräfte der Polizei hatten die Route der Nazis vom Bahnhof bis in die Holstenstraße bereits am Morgen des 31.3. massiv abgeriegelt. Eine direkte Blockade des Nazi-Aufmarsches gelang deshalb nicht.
Weil wir aber auf dem Markt und dem Kohlmarkt blieben – statt durch die Stadt zu laufen – konnte die Polizei die Nazis nicht bis zum Kohlmarkt bringen. Die braune Kundgebung verhallte isoliert zwischen den Häuserschluchten der Holstenstraße.
2008 ermöglichten großräumige Absperrungen der Polizei, dass die Nazis in St. Lorenz marschieren konnten.
Die Nazis möchten auch in den kommenden Jahren ihre „Bombenterror-Aufmärsche“ in Lübeck durchführen. Wir sagen dazu: Wir können sie stoppen – wir werden sie stoppen!
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